Absatz
Der Absatz dient der sinngerechten Gliederung eines Textes in Textblöcke. Durch das Einrücken
der ersten Zeile oder das Einfügen von Leerzeilen entstehen Absätze. Jeder einzelne Absatz kann unterschiedlich formatiert werden, also unterschiedliche Eigenschaften besitzen.
Additive Farben
Führt man farbiges Licht zusammen, so scheint es, als wäre das Ergebnis immer heller.
Mischt man nun die drei Farben Rot, Grün und Blau (RGB) zu je einem Anteil von 100% (bzw. im PC-Bereich bis zu einem Maximalwert von 255), so ergibt diese Zusammenführung weißes Licht.
Man also spricht daher auch von Addition bzw. von additiven Farben.
Altarfalz (Fensterfalz oder Gatefold)
Der Altarfalz erinnert an einen Flügelaltar bzw. an ein zweiflügeliges Fenster. Der Begriff stammt aus der Druckweiterverarbeitung: Die äußeren Teile eines bedruckten Papierbogens werden nach innen zur Mitte gefaltet, es entsteht ein sechsseitiges Produkt.
Andruck
Der Andruck ist ein farbverbindlicher Probedruck unter realen Produktionsbedingungen. Das heißt der Andruck wird auf derselben Druckmaschine und mit dem gleichen Papier vorab produziert. So erhält man einen ersten Eindruck von der späteren Qualität des Druckerzeugnisses.
Anschnitt/Beschnitt
Der Anschnitt oder auch Beschnitt genannt, sollte ca. 2-3 mm betragen. Dadurch wird nach dem Schneiden ein weisser Rand vermieden.
Gestaltungselemente, die bis an den Rand Ihres Dokumentes heranreichen (randabfallend), benötigen eine Beschnittzugabe von 2-3 mm. Was bedeutet, die Elemente müssen 2-3 mm über das netto Format des Produktes hinausgehen. Dieser Anschnitt/Beschnitt gleicht mögliche Toleranzen beim Schneiden aus.
Auflage
Der Begriff Auflage benennt, wenn er ohne zusätzliche Bezeichnung verwendet wird, in der Regel die Druckauflage. Das ist die Gesamtzahl an hergestellten Exemplaren einer Nummer oder Ausgabe eines Printmediums. Die verkaufte Auflage ist die Anzahl der Exemplare, welche durchschnittlich von einer Ausgabe im bezahlten Abonnement (A-Auflage,) die im Einzelverkauf (E-Auflage) sowie die Hefte, die im gehefteten Lesezirkel (LZ-Auflage) an dessen Bezieher ausgegeben werden.
Dann gibt es noch die als verbreitete Auflage bezeichnete Auflage. Hierzu zählen neben der verkauften Auflage auch die zusätzlich kostenlos verteilten Exemplare. Die Höhe der Auflage ist letztendlich auch entscheidend für die Höhe der Anzeigenpreise.
Aufkleber
Produktaufkleber, Spass- & Fun-Sticker, Vereinsaufkleber, Autoaufkleber, Service-Aufkleber & Werkzeugaufkleber, Aufkleber für private Anlüsse, Feiern und Veranstaltungen, Werbeaufkleber, Clubaufkleber, Firmenaufkleber, Domainaufkleber, Geschenkaufkleber, Give-away, Hinweisaufkleber, Logoaufkleber, Fun-Aufkleber, Promoaufkleber, Sticker, Warnaufkleber, Smart Labels, Schmucketiketten, Textiletiketten, Geschenkaufkleber, Namensschilder, Domainaufkleber, Preisetiketten, Deko-Etiketten für Kosmetik- und Pharmaprodukte.u.v.a.
Beschriftung für: Messestände, Läden, POS, Counter.
Auflösung bei Bildern
Strichabbildung mindestens 800 dpi
Rasterabbildung mindestens 300 dpi
(Rasterwert x 2,54 x 2 = dpi, z.B. es soll im 60er Raster gedruckt werden 60 x 2,54 x 2 = 304,8 dpi, im hochfeinen 120er Raster, oder FM 120 x 2,54 x 2 = 609,6 dpi)
Ausdrucke
Sind zu jeder Belichtung mitzuliefern, sowohl als kompletter Ausdruck sowie als Farbauszüge.
Ausschießen (Druckbogenberechnung)
In der Druckvorstufe werden Einzelseiten eines mehrseitigen Druckproduktes systematisch für den Druck auf großen Druckbogen zusammengefasst, so dass nach dem Drucken, Falzen und Schneiden die Seiten in der richtigen Reihenfolge und Ausrichtung angeordnet sind.
Seiten entsprechend der Weiterverarbeitung in bestimmte Reihenfolge bringen, (z. B. ist bei einer Rückstichheftung die 1. neben der letzten Seite, bei einer Klebebindung die 1. neben der 8. bzw. 16. Seite)
Aussparen
Nichtdeckender Teil einer Fläche, bei dem das Papier für den folgenden Druckgang unbedruckt bleibt. (z.B. Yellow wird auf Cyan gedruckt - ergibt Grün. Wenn Cyan an Yellow-Stellen ausgespart wird, ergibt es Gelb/Blau)
Belichter
Gerät zur Herstellung von Druckplatten. Man unterscheidet Filmbelichter (Computer to Film), die digitale Daten zur Druckformherstellung zunächst auf Filme belichten und digitale Plattenbelichter (Computer to Plate), welche die Druckvorlagen direkt aus den Computerdaten erstellen.
Below-the-line
Man unterscheidet hier zwischen zwei Maßnahmen. Above-the-line und below-the-line. Unter above-the-line versteht man alle klassischen Werbeträger und Maßnahmen wie Anzeigen, Plakatierungen sowie Spots in Film, Funk und Fernsehen.
Below-the-line hingegen bezeichnet die nicht-klassischen Wege der Werbetätigkeit. Hierzu zählen Direktmarketing, Telefonmarketing, Events, Verkaufsförderung, Product-Placement, Sponsoring und Online-Marketing.
Natürlich kann es zwischen den beiden Maßnahmen auch zu Überschneidungen kommen.
Beschnitt
Verarbeitungstechnisch erforderlicher Papierrand (2-3 mm), der über das definierte Seitenformat hinausgeht. Beim Papierschnitt nach dem Druck wird dieser Bereich abgeschnitten, es entsteht
ein sauber geschnittenes Endprodukt.
Bilder
In *.eps- oder *.tiff-Format immer mitliefern.
Bei *.eps-Format evtl. verwendete Schriften mitliefern. Bei *.jpeg-Format Komprimierung beachten.
Bildauflösung
Gibt die Anzahl der Pixel an, die pro Längeneinheit in einem Bild dargestellt wird. Die Bildschirmauflösung beträgt bei PC-Monitoren 96dpi und bei MAC-Monitoren 72dpi. Achten Sie darauf, dass im Digitaldruck als auch im Offsetdruck 300dpi Auflösung benötigt werden.
Bildmarken
Bildmarken sind Logos, die - meist in stark abstrahierter Form die Quintessenz, den Kern des Produktes oder des Unternehmens in ein Bild fassen.
Bitmap-Modus
Es wird lediglich ein Farbwert (Schwarz oder Weiß) verwendet, um die Bildpixel darzustellen.
Blindprägung (Blindpressung oder Blinddruck)
In der Druckveredelung können Muster und Bilder geprägt werden. Es entstehen erhabene oder vertiefte Bereiche auf dem Papier, die besonders auffallen.
Blitzer
Fehlerhaft unbedruckte Stellen nennt man Blitzer. Das Papier blitzt zwischen den Farbflächen hervor. Ungenauer Beschnitt, Passungenauigkeiten, fehlerhafte Belichtung, usw. können diese Fehler verursachen.
Blocksatz
Der Blocksatz ist eine Textformatierung. Die Wortzwischenräume werden von dem Textverarbeitungsprogramm automatisch angepasst, so dass alle Zeilen gleich breit sind.
Bogen
Auf Format geschnittenes Papier oder Karton.
Broschur
Kostengünstige maschinelle Bindetechnik mit einem Papier- oder Kartonumschlag. Das Innenteil wird direkt mit dem Umschlag verklebt oder zusammengeheftet.
Der Begriff Broschüre wurde aus dem im 18. Jahrhundert gebräuchlichem französischem Wort "brochure" entlehnt. Eine Broschüre ist ein Schriftwerk mit geringem Umfang. Sie besitzt keinen Einband, und wird buchbinderisch als Broschur hergestellt. Broschüren sind in der Regel von aktuellem Interesse und oft von religiöser oder politischer Natur.
CMYK
Diese Buchstabenkombination wird als Abkürzung für die vier Standard-Druckfarben im allgemeinen Printbereich verwendet. Die Buchstaben bezeichnen die Farben Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Black (Schwarz). Besimmte Bilder, die mit Hilfe des Vierfarben-Drucks hergestellt werden sollen, müssen im CMYK-Format (Euroskala) gespeichert werden. Bilder, die hingegen lediglich für das Internet eingesetzt werden sollen, werden in der Regel im RGB-Format verwendet. Das CMYK-Modell gehört zu den substraktiven Farbmodellen. Jedem Pixel eines Bildes wird ein Prozentwert für jede Druckfarbe (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) zugeordnet.
Corporate Design
Unter Corporate Design, auch als CD abgekürzt, versteht man normalerweise die Regeln, mit denen man visuelle Elemente einsetzt, um das Auftreten eines Unternehmens unverwechselbar und einmalig zu gestalten. Hierzu gehören neben dem Unternehmens-Logo, der verwendeten Typografie auch die Hausfarben sowie die grundsätzliche Gestaltung aller Werbemittel und Produkte, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen auf den Markt kommen.
Corporate Identity
Die Corporate Identity (auch als CI abgekürzt) kann wörtlich mit "Unternehmens-Identität" oder Unternehmens-Persönlichkeit übersetzt werden. Mit dieser Philosophie oder Grundidee des Unternehmens, welche sehr individuell und somit unverwechselbar sein sollte, werden langfristig die Unternehmenskommunikation (Corporate Communications), das Erscheinungsbild (Corporate Design) sowie das Verhalten (Corporate Behaviour) des Unternehmens geprägt. Auf der einen Seite ist die Identität abhängig von der bestehenden Struktur des jeweiligen Unternehmens und kann somit als Teil der Unternehmenskultur betrachtet werden. Auf der anderen Seite orientiert sich aber auch die CI-Gestaltung an den Leitbildern und strategischen Zielen des Unternehmens und wird somit auch zum Handlungsfeld des Marketings.
CutContour (Schnittlinie)
Ob bei eckigen oder runden Aufklebern, aber besonders bei freigewählten Formen ist eine CutContour immer notwendig. Dieser Pfad wird im Produktionsprozess zur Schnittform. Es ist unbedingt zu berücksichtigen, dass bei Bitmap Daten wie JPG, TIFF etc. keine Möglichkeit besteht eine Schnittlinie anzulegen. Aufkleber die in diesem Datenformat angeliefert werden können nur eckig (mit und ohne abgerundeten Ecken), rund oder oval geschnitten werden.
Eine CutContour sollte immer als Sonderfarbe angelegt werden und wählbar sein.
Digitaldruck
Beim Digitaldruck werden die angelieferten Daten sofort in die Druckmaschine eingelesen und dann die Druckfarbe direkt auf das Papier gedruckt. Dadurch wird die Erstellung von Offsetfilmen und Druckplatten überflüssig. Dies macht sich vor allem im Preis beim Druck von Kleinauflagen bemerkbar. Die Qualität ist dem des Offsetdrucks sehr nahe.
DIN Formate
DIN A0 841 mm x 1189 mm, 1000 cm²
DIN A1 594 mm x 841 mm, 500 cm²
DIN A2 420 mm x 594 mm, 250 cm²
DIN A3 297 mm x 420 mm, 125 cm²
DIN A4 210 mm x 297 mm, 62,5 cm²
DIN A5 148 mm x 210 mm, 31,25 cm²
DIN A6 105 mm x 148 mm, 15,6 cm²
DIN A7 74 mm x 105 mm, 8 cm²
DIN A8 52 mm x 74 mm, 4 cm²
Farbauszüge
Jede Farbe eine Seite.
Farben
Gedruckt wird in 4c-Euroscala (cyan - magenta - yellow - schwarz)
oder Sonderfarben (HKS oder Pantone) RGB dient ausschließlich zur Bildschirmdarstellung und kann nicht gedruckt werden.
Glatte und homogene Flächen
Die Wiedergabe von glatten homogenen Farbflächen ohne Verlauf und Struktur ist nicht immer optimal im Digitaldruck. Hier können sich Wolken und Streifen bilden. Die beste Vorsorge ist das vermeiden solcher Flächen im Layout durch leichte Verläufe oder Strukturen.
Graustufenmodus
Jeder Pixel eines Graustufenbildes hat einen Helligkeitswert von 0 (Schwarz) bis 255 (Weiß)
Kaschieren
Das bedruckte Papier wird auf eine Platte aufgezogen und ist somit für den Messeeinsatz oder als Aufsteller im Innenbereich geeignet.
Laminieren
Drucke werden in eine Folie eingeschweißt, dadurch werden sie unempfindlich gegen Schmutz und Wasser.
Linienstärken
Linien mit mindestens 0,4 pt anlegen.
Bilder erfordern eine Mindestauflösung von 300 dpi.
Strichvorlagen mit mindestens 900 dpi, besser mit 1200 dpi anlegen.
Logo
In .eps- oder .tiff-Format immer mitliefern.
Bei .eps-Format evtl. verwendete Schriften mitliefern.
Bei .jpeg-Format Komprimierung beachten.
Nuten
Verdrängen eines Materialspans aus einem dicken Karton, um das Falzen zu ermöglichen, somit kein Brechen.
Nutzenaufbau
Anzahl gleicher Exemplare auf einem Druckbogen.
Nach Angaben der Druckerei - bitte erfragen: z. B. Visitenkarten 4er Nutzen mit Anschnitt. (bei Datenanlieferung bitte Einzelseiten liefern)
Offsetdruck
Beim Offsetdruck werden die Druckdaten auf einen Offsetfilm belichtet, der dann zur Erstellung der Druckplatten verwendet oder bei neueren Techniken direkt auf die Druckplatte belichtet wird. Auf die Druckplatten trägt sich dann die Farbe auf, die dann auf das Gummituch der Druckmaschine übertragen wird. Der Gummituchzylinder druckt letztendlich auf das Papier. Bei hohen Auflagen ist diese Drucktechnik immer noch die preiswerteste Lösung.
Papier
Nicht jedes Papier kann im Digitaldruck bedruckt werden, dies beschränkt sich nur auf Papiere mit einer sehr starken Struktur.
Papierformate
Die gängigsten Papierformate sind die DIN A-Formate. Die Maße sind: A6: 148x105mm, A5: 210x148mm, A4: 297x210mm, A3: 420x297mm. Hier ein paar Beispiele für Standard-Printjobs mit ihren Formaten: Flyer: Alle Formate bis A4 sind die Gängigsten. Sehr oft wird aber auch das DIN lang-Format verwendet. (Bei 6-Seitern: 210mm hoch, zweimal gefalzt auf 100mm/100mm/97mm) Visitenkarten: 85x54mm Postkarten: DIN A6 Es können selbstverständlich auch alle anderen Formate verwendet werden.
Passer / Passmarken / Beschnittmarken
Feine Fadenkreuze zum Einpassen und Kontrolle bei der Zusammenfügung mehrerer Farben. Feine Linien außerhalb des Endformates, die die Beschneidung markieren.
Perforieren
Stanzungen in das Material, um ein Abtrennen eines Teiles zu ermöglichen.
Pfade
Schrift in Pfaden anlegen: Sicherer Weg, um Schwierigkeiten von Schriften zu vermeiden, jedoch keine Textkorrektur mehr möglich.
Pixel
Ein Pixel ist ein Bildpunkt, der verschiedene Farben annehmen kann.
Proof
Annähernde Farbansicht des zu druckenden Objektes und zur Kontrolle der Farbtrennungen bzw. Schriften etc.
Rasterflächen
Gerasterte Flächen und Verläufe sollten Sie mit einem Farbauftrag von mindesten 3 % und maximal 97 % verarbeiten. So wird ein Punktabriss oder ein Zulaufen der Farbe vermieden.
Schriften
Schriften in Zeichenwege (Pfade/Vektoren) konvertieren.
Verwenden Sie wenn möglich PostScript-Schriften. True-Type-Schriften sind möglich, haben aber unter Umständen eine mindere Qualität.
Benutzen sie keinesfalls das Schriftenstil-Menü, um bei Schriften „fett“, „kursiv“ oder „unterstrichen“ einzustellen. Verwenden Sie immer den entsprechenden Schnitt (z. B. Times Bold). Ein fehlender Schriftschnitt bedeutet, dass Sie diesen Schnitt NICHT verwenden können.
Tonwertmodus im Digitaldruck
Der Tonerzuwachs liegt bei 15% (Euroskala uncoated)
Überfüllung
Gegenteil von Aussparen. Es werden angrenzende Farbflächen absichtlich vergrößert, so dass an den Kanten kein Papierweiß; sichtbar werden kann. (Blitzer)
Wortmarken:
Wortmarken sind Logos, die nur Text enthalten, also den Firmennamen oder den Markennamen.
Wort-Bildmarken
Word-Bildmarken sind Logos, in denen ein Text - also der Markenname, der Firmenname oder ein Slogan - mit einem Bild zu einer optischen Einheit verbunden ist.
Zusammendruck
Es werden Druckerzeugnisse mit den gleichen Farben und gleichem Papier auf der selben Druckplatte bzw. hintereinander gedruckt, ohne die Druckmaschine neu einzurichten zu müssen.